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L I V I N G

Radfahren in Tokio

Besucher können sofort mit Bike-Sharing starten. Vergleichen Sie HELLO CYCLING, Docomo Bike Share und LUUP. Für Einwohner: Fahrradregistrierung (¥660), Pflichtversicherung, das neue Blau-Ticket-System 2026 und empfohlene Routen wie die Kaiserpalast-Runde und die Rainbow Bridge.

Radfahren in Tokio

Radfahren in Tokio

Panoramablick auf die Bucht von Tokio nahe der Rainbow Bridge

Tokio ist eine großartige Stadt zum Erkunden mit dem Fahrrad. Am liebsten fahre ich spät in der Nacht — ein Leihrad schnappen, die kühle Nachtluft genießen und durch die Büroviertel radeln, die tagsüber voller Menschen sind, nachts aber völlig leer. Das hat etwas Surreales. In den Vergnügungsvierteln dagegen herrscht selbst nach Mitternacht noch reges Treiben. Das nächtliche Tokio fühlt sich wie eine ganz andere Stadt an.

Straße unter der Rainbow Bridge am Abend

Hier einige empfohlene Routen.

RouteEntfernungDauerBeste Tageszeit
Kaiserpalast-Runde (Kōkyo)ca. 5 kmca. 30 Min.Frühmorgens oder abends. Sonntags wird beim „Palace Cycling” ein ca. 3 km langer Abschnitt zwischen Iwaidabashi und Hirakawa-mon für den Autoverkehr gesperrt und Radfahrern vorbehalten
Shinagawa nach Odaiba (über die Rainbow Bridge)ca. 6 kmca. 40 Min.Abends bis nachts — genießen Sie die Skyline am Wasser
Entlang des Sumida-Flusses (Asakusa bis Ryōgoku)ca. 4 kmca. 25 Min.Vormittags. Radeln Sie mit Blick auf den Tokyo Skytree und den Sensō-ji

Wenn Sie zu Besuch sind, können Sie sofort mit Bike-Sharing loslegen (weiter zu Bike-Sharing nutzen). Wenn Sie hier wohnen und ein Fahrrad kaufen möchten, lesen Sie auch Was nach dem Fahrradkauf zu tun ist.


Ein Fahrrad bekommen

Bike-Sharing nutzen

Sie müssen kein Fahrrad kaufen — Bike-Sharing-Dienste machen den Einstieg einfach. Ich greife oft mitten beim Spazierengehen zu einem Leihrad, wenn ich etwas weiter fahren möchte. Zum Beispiel als ich in Shinagawa spazieren ging und spontan nach Odaiba radelte, oder als die Abendluft beim Spaziergang in der Nähe von Kōrakuen so angenehm war, dass ich einfach mit dem Rad nach Hause fuhr.

Preise Stand April 2026. Aktuelle Tarife finden Sie auf der jeweiligen offiziellen Website.

DienstGrundtarifTagespassFahrradtypEntsperrmethode
HELLO CYCLING¥160~/30 Min. (City-Typ; Sport-Typ ¥200~/30 Min.)¥2.500/12 Std.Mamachari & Sport (alle mit Elektrounterstützung)App / IC-Karte
Docomo Bike Share¥165/30 Min.¥1.650Kompakt mit kleinen Rädern (alle mit Elektrounterstützung)QR / Passcode / IC-Karte
LUUPGrundgebühr ¥50 + ¥20/Min. (Tokio; Tarife variieren nach Tageszeit)3 Std. ¥980 / 12 Std. ¥2.480 (Verfügbarkeit auf der offiziellen Seite prüfen)Kompaktes E-Bike + E-ScooterBluetooth / QR-Code

Alle drei Dienste bieten Fahrräder mit Elektrounterstützung, sodass Steigungen kein Problem sind. Die Apps von HELLO CYCLING, Docomo Bike Share und LUUP sind alle auf Englisch verfügbar.

Ich habe alle drei genutzt, und ehrlich gesagt unterscheidet sich die Grundnutzung — Ausleihen, Zurückgeben, Bezahlen — kaum. Die Unterschiede liegen im Fahrraddesign und der Entsperrmethode. Bei HELLO CYCLING und Docomo Bike Share können Sie eine IC-Karte (Suica, PASMO usw.) registrieren und das Rad per Antippen entsperren, ohne Ihr Handy herauszuholen. Die erstmalige IC-Karten-Registrierung war etwas umständlich, aber einmal eingerichtet, ist es sehr praktisch.

Zur Sattelhöhe: Bei Docomo Bike Share und LUUP gibt es Schnellspanner für einfache Verstellung. HELLO CYCLING hat einen Sicherheitsstopper-Mechanismus, wodurch der Verstellbereich eingeschränkter ist.

So nutzen Sie Bike-Sharing

Der Ablauf ist bei allen drei Diensten gleich.

  1. App herunterladen und Konto erstellen (E-Mail + Telefonnummer)
  2. Kreditkarte registrieren (Docomo Bike Share akzeptiert auch d-barai-Zahlung)
  3. Nächste Station auf der Karte finden
  4. Fahrrad auswählen und entsperren (per App-Button / QR-Code / IC-Karte)
  5. An einer beliebigen Station zurückgeben und das Rad abschließen

Wenn Sie einen E-Scooter von LUUP nutzen möchten, müssen Sie zuerst einen Verkehrsregeln-Test in der App bestehen.

Im Ausland ausgestellte Visa und Mastercard funktionieren für die Registrierung. Ihre Telefonnummer muss nicht japanisch sein — jede Nummer, die SMS empfangen kann, reicht aus. Alle drei Apps bieten eine englische Oberfläche, sodass Sie sie ohne Japanischkenntnisse nutzen können.

Neukauf

Cycle Base Asahi (Saikuru Bēsu Asahi) ist eine große Kette mit Filialen landesweit, die erschwingliche Stadträder (als Mamachari bekannt) anbietet. Don Quijote (Donki) und Baumärkte wie Cainz führen ebenfalls Fahrräder.

Gebrauchtkauf

Auf Mercari finden Sie gebrauchte Fahrräder für etwa ¥3.000–10.000. Recycling-Shops (Risaikuru Shoppu) bieten ähnliche Preise.

Beim Gebrauchtkauf sollten Sie darauf achten, dass der Vorbesitzer die Bōhan Tōroku-Karte (Fahrradregistrierungskarte) oder ein Jōto Shōmeisho (Übertragungszertifikat) mitgibt. Ohne eines dieser Dokumente können Sie das Rad nicht auf Ihren Namen registrieren. Klären Sie das unbedingt vor dem Kauf.

Bike-Sharing vs. Kauf — was ist günstiger?

NutzungshäufigkeitBike-Sharing (HELLO CYCLING, 30 Min. × 2 Fahrten/Tag)Kauf (gebraucht)
1 Woche (Besucher)ca. ¥2.240
1 Monatca. ¥9.600ca. ¥7.430 (Rad ¥5.000 + Registrierung ¥660 + Versicherung ¥1.770)
3 Monateca. ¥28.800Wie oben

Bei täglicher Nutzung rechnet sich der Kauf bereits innerhalb eines Monats. Ein paar Mal pro Woche? Da reicht Bike-Sharing völlig aus. Für Besucher ist der Tagespass von Docomo Bike Share (¥1.650) ein gutes Angebot — erhältlich auch bei 7-Eleven oder FamilyMart.


Was nach dem Fahrradkauf zu tun ist

Bōhan Tōroku (Fahrradregistrierung)

Nach dem Kauf eines Fahrrads ist der erste Schritt die Bōhan Tōroku (Fahrradregistrierung). Sie ist gesetzlich vorgeschrieben.

PunktDetails
Registrierungsgebühr¥660 (steuerfrei)
Gültigkeit10 Jahre ab dem Folgejahr der Registrierung
RegistrierungsortFahrradgeschäfte mit dem Schild „Jitensha Bōhan Tōrokusho”
MitzubringenAufenthaltskarte (Zairyū Kādo) + Fahrrad

Nach der Registrierung wird ein orangefarbener Aufkleber am Rahmen angebracht und Ihre Daten werden in eine Polizeidatenbank eingetragen. Dies hilft bei der Wiederbeschaffung gestohlener Räder und der Identitätsfeststellung bei routinemäßigen Polizeikontrollen (Shokumu Jinmon).

Bewahren Sie die Registrierungskarte auf. Sie benötigen sie für Adressänderungen, Übertragungen und Diebstahlmeldungen — und sie kann nicht erneut ausgestellt werden.

Fahrradversicherung

Gemäß einer Verordnung der Präfektur Tokio muss jeder, der in Tokio Rad fährt, eine Haftpflichtversicherung abschließen (gültig seit April 2020). Schadensersatzforderungen bei Unfällen können in die zweistelligen Millionen Yen gehen, daher lohnt sich die Versicherung in jedem Fall.

VersicherungJahreskostenHinweise
Japan Traffic Safety Association „Cycle Anshin Hoken”Ab ¥1.770Online-Anmeldung, Versicherungsschutz ab dem selben Tag
au Sonpo „Bycle”Ab ¥340/Monat (¥4.080/Jahr)Inklusive Fahrrad-Pannenhilfe
Rakuten Sonpo „Cycle Assist”Ab ¥3.000Rakuten-Punkte sammeln möglich

Alle können online per Kreditkarte abgeschlossen werden. Die Websites sind nur auf Japanisch, aber die Browser-Übersetzungsfunktion funktioniert gut für den Anmeldeprozess. Eine weitere Möglichkeit ist, eine „Persönliche Haftpflicht-Zusatzklausel” (Kojin Baishō Sekinin Tokuyaku) zu Ihrer bestehenden Hausrat- oder Kfz-Versicherung hinzuzufügen. Eine Liste zugelassener Versicherer finden Sie auf der Seite der Präfektur Tokio.


Verkehrsregeln und das Blau-Ticket-System

Grundregeln

Verbote

Seit November 2024 wurden die Strafen für abgelenktes Radfahren und Radfahren unter Alkoholeinfluss erheblich verschärft. Smartphone-Nutzung während der Fahrt kann mit bis zu 6 Monaten Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe von bis zu ¥100.000 geahndet werden. Radfahren unter Alkoholeinfluss kann bis zu 3 Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe von bis zu ¥500.000 nach sich ziehen.

Das Blau-Ticket-System (ab April 2026)

Ab dem 1. April 2026 unterliegen Radfahrer ab 16 Jahren dem Kōtsū Hansoku Tsūkoku Seido (Verkehrsverstoß-Benachrichtigungssystem), allgemein bekannt als „Blau-Ticket” (Ao-Kippu)-System. Bisher wurden alle Fahrradverkehrsverstöße als Straftaten behandelt. Im neuen System können geringfügige Verstöße durch Zahlung eines Bußgeldes (Hansokkin) erledigt werden. Das bedeutet auch, dass alltägliche Verstöße wie das Überfahren roter Ampeln oder die Handynutzung beim Radfahren nun leichter geahndet werden können.

Die Bußgeldhöhen finden Sie auf der offiziellen Seite der Nationalen Polizeibehörde.


Fahrradparken

Kommunale Fahrradparkplätze (Chūrinjo) in Bahnhofsnähe kosten etwa ¥500–2.600/Monat, je nach Bezirk und Lage. Die Anmeldung erfolgt beim Parkplatzbüro oder in einigen Fällen über das Online-Antragssystem des Bezirks. Für kurze Stopps bieten die meisten Parkplätze die ersten 1–2 Stunden kostenlos an, sodass ein schneller Einkauf nichts kostet.

Wer sein Fahrrad auf der Straße abstellt, riskiert eine Beschlagnahme (Tetsukyo) — nutzen Sie daher immer ausgewiesene Parkplätze. Bei einem Umzug sollten Sie auch die Fahrradstellplatz-Verfügbarkeit des neuen Gebäudes prüfen.


Beschlagnahme und Diebstahl

Wenn Ihr Fahrrad beschlagnahmt wurde: Am Abstellort wird ein Hinweis angebracht, der den Verwahrplatz und die Abholmodalitäten nennt. Bringen Sie einen Lichtbildausweis und die Abholgebühr zum Verwahrplatz mit, um Ihr Rad zurückzubekommen.

Wenn Ihr Fahrrad gestohlen wurde: Erstatten Sie eine Diebstahlanzeige (Tōnan Todoke) bei der nächsten Polizeiwache (Kōban). Sie benötigen Ihre Bōhan-Tōroku-Nummer — notieren Sie sich daher die Nummer von Ihrer Registrierungskarte oder dem Aufkleber am Rahmen.


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Quellen:

* Dieser Artikel wurde aus dem japanischen Original mithilfe maschineller Übersetzung übersetzt.

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